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Frage

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Monaten quälen mich mit gerade mal 36 Jahren schlimme Zahnschmerzen und nach vielen Arztterminen innerhalb der letzten 8 Wochen (Kariesbehandlung Zahn 35 und 36, Wurzelkanalbehandlung Zahn 46 - an diesen 3 Zähnen noch immer Biss-Schmerzen und heftige Temperaturüberempfindlichkeit, Anfertigung und Tragen einer Knirscherschiene im Oberkiefer) wurde eine craniomandibuläre Dysfunktion diagnostiziert (Verschreibung manueller Therapie zur Behandlung dieser Dysfunktion, Anraten zur Anfertigung einer speziellen Schiene für den Unterkiefer - Kosten ca. 2.000 EUR). Zahn 25 und 26 fehlen - mußten vor einigen Jahren nach Wurzelkanalbehandlung und mehrfacher WSR entfernt werden (unter den Zähnen kamen Eiterblasen zum Vorschein, auf Röntgenbildern NICHT erkennbar), Zahn 24 (ebenfalls vor Jahren wurzelkanalbehandelt) bereitet momentan (zumindest deute ich die Schmerzen an Zahn 24) extreme Dauerschmerzen (auch Kopf-, Nacken- und Kreuzbeschwerden sind die Folge) - besonders starke Reaktion
 auf Hitze. Aufgrund stark freiliegender Zahnhälse entsprechend empfindliches Heiß- Kaltempfinden. Laut Röntgenaufnahmen ist an den Zähnen derzeit kein Behandlungsbedarf zu erkennen und es gibt aus medizinischer Sicht keinen Grund, die Zähne erneut aufzuboren. Die Schmerzen sind annähernd rund um die Uhr und langsam nicht mehr zu ertragen - welchen Weg können Sie mir zur Behandlung der diagnostizierten CMD und der schlimmen Dauerschmerzen empfehlen? Haben Sie vielleicht spezielle Behandlungstipps oder Verhaltensratschläge für mich?
Soll Zahn 24 beobachten - wenn`s weiter schlimm ist bzw. noch schlimmer wird - evtl. Extraktion :-((
Die Zahnprobleme begleiten mich mittlerweile seit fast 15 Jahren - im Jahr 2000 mußte ich rund 70-mal zur Behandlung auf dem Zahnarztstuhl sitzen.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe und Rückmeldung vorab - falls Sie weitere Info`s für Ihre Diagnose benötigen, schreiben Sie mir einfach an o.g. E-Mail-Adresse.

Gruß Marika
 

Antwort

Hallo Marika,

das klingt wirklich nicht sehr schön, was Sie da durchgemacht haben! Aus den diversen Therapieansätzen spricht unserer Meinung nach vor allem Ratlosigkeit der bisherigen Ärzte. Leider wird sehr oft etwas gemacht, ohne sicher zu sein, dass es tatsächlich hilft... Anders sind die diversen Wurzelbehandlungen und Wurzelspitzenresektionen n icht zu erklären.

Leider sind die meisten davon offensichtlich nicht besonders erfolgreich verlaufen, sonst würden Ihnen heute nicht 2 Zähne fehlen. Ohne Sie genau zu untersuchen, können wir natürlich keine differenzierte Diagnose stellen- das wäre äußerst unseriös.

Wir können aber vermuten, daß sich hier mehrere Probleme überlagern und sozusagen "Zwiebelschicht für Zwiebelschicht" gelöst werden müssen. Und bevor Sie 2000.- für eine Schienenbehandlung ausgeben (die durchaus sinnvoll sein kann, aber nicht zwingend die aktuellen Probleme beheben wird), sollten Sie folgende Ärzte aufsuchen:

1. einen ausgewiesenen Endodontologie-Spezialisten, der alle bisherigen Wurzelbehandlungen unter die Lupe nimmt und ggf. in Ordnung bringt

2. einen wirklich in CMD erfahrenen Arzt, der mit Hilfe einer klinischen Funktionsanalyse , gefolgt von einer Muskeluntersuchung und - falls nötig, einer sog. instrumentellen Funktionsanalyse einschließlich Bestimmung der Gelenkposition die genaue Ursache der Beschwerden lokalisiert

Es ist durchaus möglich, dass es Ihnen nachdem die Wurzelprobleme behoben sind, erheblich besser geht. Bevor der CMD-Experte hinzugezogen wird, sollten Sie die neuen Füllungen nochmal überprüfen lassen: Bei Kunststoff-Füllungen kann es zu Spannungsschmerzen kommen, die ebenfalls Aufbissprobleme hervorrufen.

Adressen für Spezialisten in Ihrer Nähe finden Sie im Internet bei der DGEndo und der DGFDT.

Wir hoffen, daß wir Ihnen etwas weiterhelfen konnten!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Zahnspezialisten

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